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IG BAU Nord-West-Sachsen kritisiert KfW-Förder-Stopp zum 31. August

Last Call für ein warmes Zuhause: Hausbesitzer im Raum Leipzig müssen sich sputen, wenn sie ihr Haus sanieren wollen, um Heizkosten zu sparen. Jedenfalls dann, wenn sie dafür Geld von der staatlichen KfW-Förderbank haben wollen. Entsprechende Anträge können nur noch bis zum 31. August gestellt werden. Dann ist Schluss – die KfW stoppt ihr Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“. Darauf hat jetzt die IG BAU Nord-West-Sachsen hingewiesen.

Hauswände dämmen, Dächer isolieren, neue Fenster und Heizungen einbauen – das schont die Umwelt und schafft Aufträge für das Handwerk im Raum Leipzig, so die IG BAU. „Die CO2-Gebäudesanierung ist eine Erfolgsgeschichte mit abruptem Ende. Der knappe Fördertopf ist leer. So produziert die Bundesregierung mit ihrer drastischen Kürzungspolitik bei der energetischen Gebäudesanierung gleich drei Verlierer: Die Hausbesitzer, die Handwerksbetriebe und die Umwelt – alle gucken ab September in die Röhre“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen, Detlef Zeiß.

Beim Bauhandwerk brechen dann bereits fest eingeplante Aufträge weg, so die Gewerkschaft. Dabei gebe es eigentlich jede Menge zu tun: Drei von vier Wohnungen sind, so hat die IG BAU errechnet, energetisch sanierungsbedürftig. Doch die Aussichten, dass es mit der umweltgerechten Sanierung im kommenden Jahr besser wird, sind nach Einschätzung der Bau- und Umweltgewerkschaft trübe: „Wenn die Bundesregierung ihr Sparpaket durchzieht, dann stehen nur noch 400 Millionen Euro an Bundesmitteln für das ökologische Sanieren bereit – und damit knapp eine Milliarde Euro weniger als noch in diesem Jahr. Dann gibt es voraussichtlich schon im Frühjahr 2011 keinen Förder-Cent mehr für sanierungswillige Hausbesitzer“, so Detlef Zeiß. Für den IG-BAU-Bezirksvorsitzenden ist dies eine „klimapolitische Bankrotterklärung der Bundesregierung“.

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