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Präzise und mit Augenmaß: Auf dem Bau werden Fachkräfte rar. Die IG BAU fordert die Betriebe deshalb auf, mehr auszubilden.

Gewerkschaft fordert von Betrieben zusätzliche Ausbildungsaktivitäten

IG BAU schlägt „Nachwuchs-Alarm“ für Baubranche im Raum Leipzig

Gewerkschaft für mehr „Nachwuchsförderung“ auf dem Bau: Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt von den Bauunternehmen im Raum Leipzig zusätzliche Ausbildungsanstrengungen gefordert. „Die Baubetriebe in der Region müssen bei den Lehrstellen noch einmal nachlegen. Zugleich ist es notwendig, offensiv um Auszubildende zu werben und sie damit für eine Lehre auf dem Bau zu gewinnen. Beides muss sich ergänzen“, sagte der Vorsitzende des IG-BAU-Bezirks Nord-West-Sachsen, Detlef Zeiß. Im Wettbewerb um den Job-Nachwuchs müssten die Baubetriebe Jugendlichen eine gute berufliche Zukunfts-Perspektive aufzeigen und bieten. Dazu gehörten nach der Ausbildung auch attraktive Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote. „Die Betriebe müssen in Sachen Nachwuchs in die Offensive gehen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und auch kein Geselle“, so Zeiß.

Ohne zusätzliche Ausbildungsaktivitäten droht den Baubetrieben im Raum Leipzig nach Ansicht der IG BAU ein dramatischer Verlust an personellem Know-how. „Die Lücke zwischen Beschäftigten, die in den Ruhestand gehen und Jugendlichen, die auf dem Bau eine Lehre beginnen, wird immer größer“, so Detlef Zeiß. Die Betriebe müssten hier gegensteuern. „Wer jetzt nicht ausbildet, wird schon bald das Nachsehen haben. Zu wenig Ausbildung bedeutet Fachkräftemangel. Und Fachkräftemangel bringt auf Dauer den Verlust von Aufträgen“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende. Die Firmen, die keine ausgebildeten Mitarbeiter hätten, um Aufträge qualifiziert abzuarbeiten, würden im harten Wettbewerb künftig keine Chancen mehr haben.

Ausbildung sei für die Betriebe nicht nur auf lange Sicht sinnvoll – sie zahle sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen auch sofort aus. „Rund 14.000 Euro bekommt jeder Betrieb pro Azubi in drei Ausbildungsjahren aus einem Umlagetopf der Bauwirtschaft zurück“, erklärte Zeiß. Zudem stünden für jeden Lehrling noch einmal bis zu 14.000 Euro Kostenerstattung für außerbetriebliche Ausbildung zur Verfügung. „Das ist ein enormer Anreiz. Jeder Chef sollte noch einmal scharf nachdenken, ob er nicht noch zusätzliche Lehrstellen schaffen kann, damit sein Betrieb nicht zum Verlierer wird“, so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende.

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