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IG BAU warnt vor Streichung des Steuerbonus bei Handwerker-Rechnungen
Den Rotstift nicht gegen das Handwerk in Berlin ansetzen

IG BAU gegen Kürzungen auf Kosten des Handwerks in Berlin: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat vor einer Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen gewarnt. „Die von der schwarz-gelben Bundesregierung im Zuge der Haushaltskonsolidierung ins Gespräch gebrachte Streichung des Steuerbonus ist kontraproduktiv“, so der stellvertretender Bezirksvorsitzende der Handwerker-Gewerkschaft IG BAU Berlin, Karsten Berlin.

Die Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen habe in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für das heimische Handwerk gebracht. „Sie hat in Berlin mit zu einer Belebung der Nachfrage geführt“, so Berlin. Ein „Aus“ des Steuerbonus werde zwangsläufig zu weniger legalen Aufträgen und weniger Beschäftigung im heimischen Handwerk führen. „Das bedeutet weniger Einnahmen aus Mehrwert- und Einkommenssteuern sowie weniger Beiträge für die Sozialkassen. Die negativen Folgen wären weitaus größer als der angebliche ‚Sparnutzen’“, sagte Berlin.

Der stellvertretender Bezirksvorsitzende der IG BAU erinnerte daran, dass der Steuerbonus auf Handwerkerrechnungen erst zu Beginn des vergangenen Jahres verdoppelt worden sei – gerade als Maßnahme zur Ankurbelung der Konjunktur. „Diese jetzt abzuschaffen, wäre ein wirtschaftspolitisches Eigentor“, so Berlin. Es wäre fatal, den Rotstift gegen das heimische Handwerk anzusetzen.

An die Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP aus Berlin appellierte Karsten Berlin, bei den anstehenden Sparentscheidungen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region nicht aus den Augen zu verlieren.

 

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