zurück

Archivtext

IG BAU Nord-West-Sachsen: Problem Altersarmut im Kreis Nordsachsen 1.280 Senioren im Kreis Nordsachsen arbeiten in einem Mini-Job

Senioren-Jobber: Immer mehr ältere Menschen haben einen Nebenjob – oft zusätzlich zu ihrer Rente. Darauf hat die IG BAU hingewiesen. Die Gewerkschaft fordert eine armutsfeste RentenversicherungArmut im Alter: Immer mehr ältere Menschen im Kreis Nordsachsen brauchen einen Nebenjob – obwohl sie schon im Rentenalter sind. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Ende des ersten Quartals in diesem Jahr insgesamt 1.277 Senioren im Kreis Nordsachsen als Mini-Jobber beschäftigt.

"Die wenigsten Senioren jobben, weil ihnen das eine willkommene Abwechslung im Rentenalltag bringt. Die allermeisten müssen allerdings arbeiten, weil sie von ihrer Rente alleine sonst nicht leben können. Glück hat, wer beides verbinden kann", so Detlef Zeiß.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen macht einen Trend aus: "Immer weniger Menschen im Kreis Nordsachsen schaffen es, sich nach einem langen Berufsleben tatsächlich zur Ruhe zu setzen. Statt wohlverdientem ‚Rentenabend' droht immer mehr Senioren der Fall in die Altersarmut", so Zeiß. Der Gewerkschafter sieht sich durch die hohe Zahl der Senioren-Jobber in seiner Forderung nach einer "armutsfesten, gesetzlichen Rentenversicherung" bestätigt.

Besonders groß ist das Risiko von Altersarmut nach Ansicht der IG BAU bei Geringverdienern. "Wer sein Leben lang für einen Niedriglohn gearbeitet hat, wird auch im Alter jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Das wird morgen die treffen, die heute im Kreis Nordsachsen nur mit einem geringen Stundenlohn, mit Zeitarbeit oder mit Mini-Jobs über die Runden kommen. Wir müssen den Dumpinglöhnen, der Leiharbeit und dem Wildwuchs bei befristeten Jobs den Garaus machen", so Zeiß.

externe Links

Logo der IG BAU

Logo DGB

Logo DGB

Logo Mitgliederservice

Logo GEW

Log SoKa Bau

Logo Steinbach

Logo Hans Böckler Stiftung