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Floristen-Gewerkschaft fordert "mehr Moos für die Blumenbranche"
"Valentins-Euro" für die Floristinnen im Kreis Nordsachsen

Valentins-Euro: Für einen schönen Blumenstrauß sollte ein Trinkgeld für die Floristin drin sein, meint die IG BAU."Valentins-Euro" für die Floristinnen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt im Kreis Nordsachsen hat sich für ein "Trinkgeld fürs Blumenbinden" stark gemacht. Der Valentinstag sei eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Floristinnen mit einem Extra-Bonus zu würdigen. Die IG BAU reagiert damit auf die nach ihren Angaben "zu stiefmütterliche Bezahlung" der Floristinnen im Kreis Nordsachsen.

"Das blühende Geschäft mit Blumen zum Valentinstag hat eine welke Seite: Die Floristinnen im Kreis Nordsachsen arbeiten oft zu niedrigen Löhnen", sagt Detlef Zeiß. Der Vorsitzende der Floristen-Gewerkschaft IG BAU Nord-West-Sachsen spricht vom "wachsenden Frust hinter den Blumentheken".

Der Job der Floristinnen sei einfach zu schlecht bezahlt: "Viele Floristinnen gehen mit 5 Euro und weniger pro Stunde nach Hause – ohne Tarifvertrag. Und das für einen Vollzeitjob. Das ist nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in Deutschland", so Detlef Zeiß. "Mit dem ‚Valentins-Euro' wollen wir die ‚Blumen-Chefs' nicht einen Cent von ihrer Verpflichtung befreien, endlich faire Löhne zu zahlen. Er ist aber eine Anerkennung für die gute und kreative Arbeit, die die Floristinnen leisten, und ein beschämendes Signal an die Arbeitgeber", sagt der Gewerkschafter.

Hinter jedem Blumenstrauß, so die Floristen-Gewerkschaft, steckt ein hartes Stück Arbeit: "Die Floristinnen haben kaum mehr als zehn Minuten Zeit für ein Gebinde. Der Arbeitstag beginnt frühmorgens mit Kistenschleppen auf dem Großmarkt und endet nicht selten nach zwölf Stunden mit Rückenschmerzen vom langen Stehen", sagt Detlef Zeiß. Das sei auf jeden Fall ein "Trinkgeld als Dankeschön wert – gerade am Valentinstag".

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