zurück

IG BAU Nord-West-Sachsen: Oktober-Lohnabrechnung kontrollieren

Wie in Stein gemeißelt: Steinmetze bekommen im Kreis Nordsachsen 10,13 Euro Mindestlohn

In Stein gemeißelt: ein fester Mindestlohn für Steinmetze. „Keiner darf ab sofort weniger als 10,13 Euro pro Stunde verdienen“, so die IG BAU.

Lohndumping bei Steinmetzen wird illegal: Ab Oktober gilt für Steinmetzbetriebe erstmals ein Mindestlohn. Beschäftigte der Branche im Kreis Nordsachsen sollen deshalb am Monatsende ihre Lohnabrechnung genau kontrollieren. Dazu hat die IG BAU Nord-West-Sachsen aufgerufen. „Kein Steinmetz im Kreis Nordsachsen darf jetzt weniger als 10,13 Euro pro Stunde verdienen. Das ist die unterste Lohngrenze“, sagt Detlef Zeiß.

Der Vorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen wirft der bisherigen schwarz-gelben Bundesregierung eine „Hinhaltetaktik“ beim Mindestlohn vor: „Die Steinmetze haben lange auf ‚politischen Granit’ gebissen.“ Die von Merkel geführte Regierung habe sich für die Lohnuntergrenze immerhin mehr als ein Jahr Zeit gelassen. Hier sei zudem der sächsische FDP-Wirtschaftsminister Sven Morlok ein erheblicher Bremsklotz gewesen. „Dabei hat gerade die körperlich harte Steinmetzarbeit allemal einen Mindestlohn verdient“, so Zeiß.

Darüber hinaus appelliert der IG BAU-Bezirkschef an die heimischen Betriebe im Steinmetz- und Bildhauerhandwerk, den Arbeitsschutz nicht zu vernachlässigen: „Wer mit Steinfräse, Flex, Schleif- und Bohrmaschinen oder Presslufthammer arbeitet, für den sind Schutzbrille, Hörschutz, Staubmaske und Arbeitsschuhe mit Stahlkappe ein Muss. Darauf haben die Chefs zu achten.“

externe Links

Logo der IG BAU

Logo DGB

Logo DGB

Logo Mitgliederservice

Logo GEW

Log SoKa Bau

Logo Steinbach

Logo Hans Böckler Stiftung