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IG BAU: „Sachsen-FDP wollte Gerüstbauer mit niedrigerem Lohn abspeisen“
Mindestlohn klettert auf Bau-Gerüsten im Kreis Nordsachsen nach oben

Eines soll auf Bau-Gerüsten nicht klettern: der Lohn. Das jedenfalls hat die Sachsen-FDP versucht, durchzusetzen. Sie ist damit allerdings gescheitert: Ab September bekommen die heimischen Gerüstbauer einen höheren Mindestlohn, teilt die IG BAU mit.Auf den Gerüsten klettern nicht nur die Bauarbeiter nach oben, sondern auch der Lohn: Die mehr als 110 Gerüstbauer im Kreis Nordsachsen bekommen ab September einen höheren Mindestlohn. „Dann darf keiner, der im Gerüstbau arbeitet, weniger als 10,25 Euro pro Stunde verdienen. Andernfalls macht sich das Unternehmen strafbar“, sagt Detlef Zeiß. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen weist darauf hin, dass ein Gerüstbauer, der lediglich den Mindestlohn verdient, damit am Monatsende rund 50 Euro mehr im Portemonnaie hat.

Eigentlich hätten die Gerüstbauer schon deutlich früher in den Genuss des höheren Mindestlohns kommen sollen. „Doch da hat ihnen die Sachsen-FDP einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Liberalen im Freistaat haben versucht, den Mindestlohn zu verhindern – solange es ging. Dadurch mussten die Gerüstbauer auf bares Geld verzichten. Ausgerechnet die, die zu den ‚Schwerstarbeitern am Bau‘ gehören“, sagt Detlef Zeiß.

Die FDP habe „vom Regierungssessel aus die ‚blau-gelbe Lohn-Bremse‘ gezogen und den Mindestlohn blockiert“. Mehr als eine Verzögerung sei dabei nicht herausgekommen. „Die Sachsen-FDP hat damit allerdings ein weiteres Mal deutlich gemacht, dass sie bereit ist, Menschen, die hart arbeiten, mit einem niedrigeren Lohn abzuspeisen“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Zuvor hätten die sächsischen Liberalen bereits versucht, den Mindestlohn für die Maler zu blockieren.

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