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IG BAU sieht Nachholbedarf bei energetischen Gebäudesanierungen
Kreis Nordsachsen: 167 sanierte Wohnungen im vergangenen Jahr


Dämmung gesucht: Viele Häuser aus den 50er- bis 70er-Jahren haben noch nie einen Dämmstoff (wie hier Holzfaser) gesehen. Die IG BAU fordert mehr energetische Sanierungen

Die Energiewende fängt zuhause an: Im Kreis Nordsachsen wurden im vergangenen Jahr 167 Wohneinheiten energetisch saniert. Dafür flossen von der KfW-Bank rund zwei Millionen Euro an staatlichen Fördermitteln. Das teilt die IG BAU Nord-West-Sachsen mit. Die Bau- und Umweltgewerkschaft: „Jede Energiespar-Sanierung zählt. Es gibt allerdings noch viel Luft nach oben.“

„Fenster, Fassaden, Dächer, Heizungsanlagen … – gerade bei Nachkriegsbauten aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren haben wir einen großen Nachholbedarf“, sagt IG BAU-Bezirkschef Detlef Zeiß. Viele dieser Häuser hätten „noch nie einen Dämmstoff gesehen“ und müssten dringend auf die heutigen Standards gebracht werden.

Die IG BAU appelliert an Haus- und Wohnungsbesitzer im Kreis Nordsachsen, auf die Förderung durch das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ zurückzugreifen. „Angesichts steigender Heizkosten ist jede energetische Sanierung eine Investition in die Zukunft“, so Zeiß. Hierfür sei ab April ein Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Baukosten möglich.

„Gleichzeitig ist der Bund noch stärker gefordert. Wenn der Energiebedarf der Häuser bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken soll, dann muss die Regierung das Sanieren und Modernisieren noch attraktiver machen – und dafür mehr Geld in die Hand nehmen“, ist Zeiß überzeugt. Wichtiger als eine „schwarze Null“ im Haushalt seien Investitionen an der richtigen Stelle – wie beim klimagerechten Umbau von Häusern und Wohnungen.

Einzelheiten zu den Förderprogrammen der KfW sind abrufbar unter: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/

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