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IG BAU: Auch Azubis sollen profitieren – Unterkunft bei „Jwd-Baustellen“
Mehr „Kies“ für den Bau: Lohn-Plus gefordert
für rund 4.200 Bauarbeiter im Kreis Nordsachsen

Eine Schippe mehr „Kies“ für den Bau: Bauarbeiter sollen 5,9 Prozent mehr Lohn bekommen. Das fordert die IG BAUMehr „Kies“ für den Bau: Die rund 4.200 Bauarbeiter im Kreis Nordsachsen sollen mehr Geld verdienen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Die Gewerkschaft will ein Lohn-Plus von 5,9 Prozent für 12 Monate erreichen. „Ein Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer hätte dann am Monatsende gut 175 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt Detlef Zeiß.

Für den Bezirkschef der IG BAU Nord-West-Sachsen ist die Lohn-Forderung gerechtfertigt. Denn er sieht die Baubranche im Aufwind: „Der Bau boomt. Gerade beim Neubau und Sanieren von Wohnungen sind in diesem Jahr volle Auftragsbücher zu erwarten. Mehr Profite für die Chefs und ‚Lohn-Diät‘ für die Beschäftigten – die Rechnung geht nicht auf.“ Zudem müsse es jetzt rasch eine Anpassung der niedrigeren Ost-Löhne an den West-Tarif geben. „Bau ist Bau. Egal, wo gemauert, gemeißelt oder gebaggert wird: Die Arbeit ist die gleiche – im Osten wie im Westen“, so Zeiß. IG BAU und Arbeitgeber werden Mitte März zum ersten Mal am Verhandlungstisch zusammenkommen.

Auch der Bau-Nachwuchs soll profitieren: Für die rund 190 Bau-Azubis im Kreis Nordsachsen will die IG BAU in jedem Lehrjahr 100 Euro pro Monat mehr erreichen. Zudem sollen den Azubis bei übermäßig langen Wegen zur Berufsschule die Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet werden. „Dieses Problem haben wir auch bei den Baustellen: Die liegen oft jotwede. So, dass Übernachtungen nötig sind. Es wird höchste Zeit, dass Bauunternehmer den Beschäftigten dann eine vernünftige Unterkunft stellen und diese auch bezahlen“, so Detlef Zeiß.

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