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IG BAU weist auf hohe Verdienste und Karrieremöglichkeiten hin
Azubis in Leipzig gesucht: Noch 87 freie Plätze bei Baufirmen

Hoch hinaus: Wer auf dem Bau lernt, kann es per Aufstiegsfortbildung bis zum Polier oder Bauleiter bringen. Handwerker gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben Baufirmen in Leipzig
noch 87 Ausbildungsplätze zu besetzen. In ganz Sachsen zählt die Branche 1.120 freie
Azubi-Stellen. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU beruft sich
hierbei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. „Schulabgänger haben jetzt noch die
Chance, kurzfristig einen Platz zu bekommen. Sei schlau, geh‘ zum Bau – das gilt heute
genauso wie früher“, sagt Bernd Günther von der IG BAU Nord-West-Sachsen mit Blick
auf die Bezahlung und Karrierechancen in der Branche.

Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zählen Bau-Azubis
zu den Bestverdienern unter allen Auszubildenden. In diesem Jahr kam noch einmal ein
monatliches Plus von 60 Euro dazu. So startet ein angehender Maurer oder Betonbauer
nun mit 765 Euro pro Monat ins erste Lehrjahr. Im dritten Jahr sind es bereits 1.190 Euro.
„Nach der Ausbildung können Gesellen eine lange Karriereleiter hinaufklettern – und es
bis zum Polier oder Bauleiter bringen“, sagt Gewerkschafter Günther.

Der Fachkräftebedarf dürfte bei den heimischen Baufirmen in den nächsten Jahren weiter
wachsen, schätzt Günther. „Die Arbeit wird den Bau-Spezialisten mit Sicherheit nicht
ausgehen. Gebaut wird immer – die Branche ist ein fester Faktor der Binnenkonjunktur.“
Die IG BAU rät Schulabgängern hierbei, sich vor allem in Innungsbetrieben umzusehen,
die sich an Tarifverträge halten. Diese liegen bei den Verdiensten, Arbeitsbedingungen
und der Beschäftigtenzufriedenheit weit vor Betrieben ohne Tarifbindung, so eine Studie
der Hans-Böckler-Stiftung.

Zugleich gehe die Digitalisierung auf dem Bau in großen Schritten voran. „Maurer-Roboter
sind nur ein Stichwort auf dem Weg zur Baustelle 4.0. Neue Technologien werden die
Arbeit enorm erleichtern“, sagt Günther. Schon heute müsse sich die Berufsausbildung
darauf einstellen – und den Bau-Nachwuchs für das digitale Zeitalter qualifizieren.

Erstmals hat die IG BAU in diesem Jahr auch einen Fahrkosten- und
Unterbringungszuschuss von 60 Euro pro Monat durchgesetzt. Diesen bekommen
Berufsschüler, die in eine Landes- oder Bundesfachklasse gehen und dafür längere Wege
zurücklegen müssen. Freie Ausbildungsplätze finden sich im Netz unter
www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de.

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