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IG BAU Nord-West-Sachsen legt Jahresbilanz vor
Streit im Job: Rechtsexperten der Gewerkschaft 1.100 Mal im Einsatz

Durchblick im Paragrafen-Dschungel: Die Rechtsberater der IG BAU Nord-West-Sachsen sind beim Streit mit dem Chef eine wichtige Anlaufstelle für Beschäftigte.Vom geprellten Urlaubsgeld bis zur Verletzung des Kündigungsschutzes: Bei handfesten
Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt Nord-West-
Sachsen im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 1.100 Fälle zählten die IG BAURechtsberater
in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt. Das sind drei Prozent mehr als
im Vorjahr.
„Besonders viel hatten die Juristen in der Gebäudereinigung zu tun. Die Beschwerden
reichen hier von unbezahlten Überstunden bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen“, zieht
Bernd Günther Bilanz. Nach Angaben des IG BAU-Bezirksvorsitzenden sorgten Fragen
zur Rente, zur Unfallversicherung und Hartz-IV-Bescheide für zahlreiche
Beratungsstunden.
Die IG BAU Nord-West-Sachsen rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen
nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. „Ob im Dachdeckerhandwerk, im
Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte
sich professionelle Hilfe holen“, sagt der Gewerkschafter. Eine Beratung helfe oft auch bei
den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: „So konnte ein Maurer, der täglich zur
Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld bekommt –
genauso wie die Autofahrer“, berichtet Günther. Dies entschied das Landesarbeitsgericht
München (Az. 11 Sa 58/17).
Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die
Rechtsberatung können im IG BAU-Büro in Leipzig, Tel. 03 41– 48 68 50 vereinbart werden.

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