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IG BAU: Auf hohen UV-Schutz achten und viel Wasser trinken
Leipzig: Sonnengefahr für 11.300 „Draußen-Jobber“

„Bausünde“, einmal anders: Wer mit freiem Oberkörper arbeitet, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch Hautkrebs, warnt die IG BAU.Auch in der zweiten Sommerhalbzeit beim Sonnenschutz am Ball bleiben: Die
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt Beschäftigte in Leipzig vor
einem weiterhin hohen UV-Risiko. „Von der Landschaftsgärtnerin über den
Straßenbauer bis zum Dachdecker – rund 11.300 Menschen arbeiten hier auf dem Bau
und in der Landwirtschaft. In diesen ,Outdoor-Berufen‘ ist man der Sonne besonders
ausgesetzt“, sagt Bernd Günther von der IG BAU Nord-West-Sachsen. Auch wer schon
eine Sommerbräune habe, solle das UV-Risiko nicht auf die leichte Schulter nehmen.
„Gefährlich ist längst nicht nur der akute Sonnenbrand. Die ständige Einstrahlung lässt
die Haut früher altern und kann zu Hautkrebs führen“, so Günther.

Die IG BAU rät allen „Draußen-Jobbern“ zu einer Sonnencreme mit möglichst hohem
Lichtschutzfaktor. Auch regelmäßiges Wassertrinken sei ein Muss – „mindestens
zweieinhalb Liter am Tag“, betont Bezirksvorsitzender Günther: „Sonnenmilch und
Wasserflasche gehören genauso zum Job wie Mörtel und Maurerkelle.“ Besondere
Vorsicht sei zur Mittagszeit geboten: Zwischen 12 und 14 Uhr sollte der Großteil der
Arbeiten in den Schatten verlegt werden. Wichtig sei außerdem, möglichst viele Teile
des Körpers mit Kleidung zu bedecken. Praxis-Tipp der IG BAU: „Ein am Helm fixierter
Nackenschutz ist eine Kleinigkeit, die aber viel bringt“, so Günther.

„Hilfreich ist die Faustregel: Wenn der eigene Schatten kleiner ist als die Körpergröße,
dann ist die Gesundheitsgefahr besonders hoch.“ Für Bauarbeiter, Fassadenreiniger
oder Garten- und Landschaftsbauer sei dann maximaler Schutz angesagt. Gerade wer
einen hellen Hauttyp habe, solle zu einem Lichtschutzfaktor von „mindestens 30, besser
aber 50“ greifen.

Trotz bekannter Gefahren hat die IG BAU auf Baustellen in Leipzig in den vergangenen
Wochen viele Nachlässigkeiten beim Sonnenschutz festgestellt: „Ganz oft cremen sich
Beschäftigte nicht konsequent ein. Immer wieder wird auch mit freiem Oberkörper
gearbeitet. Das ist aber nicht sexy, sondern auf Dauer brandgefährlich“, sagt Günther.

Der Gewerkschafter fordert zugleich die Arbeitgeber auf, sich um den Schutz ihrer
Beschäftigten in der heißen Jahreszeit zu kümmern. „Selbst wenn das Haus schnell
fertig werden soll – bei Temperaturen um die 30 Grad kann die Mittagspause auch
einmal länger dauern. Denn Sonnenschutz ist Arbeitsschutz – genauso wie der
Bauhelm und der Sicherheitsschuh.“

Für alle, die unter freiem Himmel arbeiten, hat die Berufsgenossenschaft der
Bauwirtschaft (BG BAU) eine „Bauwetter-App“ entwickelt. Sie zeigt neben dem Wetter
auch die UV-Einstrahlung an und gibt Tipps zum nötigen Schutz. Die App gibt es zum
kostenlosen Download im App Store oder Play Store.
Weitere Infos unter:
www.bgbau.de/praev.

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